Försterei Tornow

Das Gebäudeensemble der Försterei Tornow liegt inmitten des Waldes der brandenburgischen Ruppiner Schweiz auf einer Anhöhe zwischen dem Tornow- und dem Teufelssee.

Der Tornowsee ist Teil der Ruppiner Seenkette, die vom Ruppiner Forst umgeben ist. Das Gebiet von Neuruppin bis Rheinsberg trägt den Namen Ruppiner Schweiz und ist ein sehr beliebtes Erholungsgebiet.

Der Fontanewanderweg führt direkt um den Tornowsee herum und ebenfalls führt das Radwegenetz zwischen Neuruppin und Rheinsberg direkt am Forsthaus Tornow vorbei.

Lage

Die Försterei Tornow liegt zwischen Neuruppin und Rheinsberg und ist im Nordwesten von Berlin und Südosten von Hamburg über die A 24 Abfahrt Neuruppin erreichbar. Über die Landstraße L16 von Neuruppin kommend führt eine Landstraße in den Wald nach Osten direkt auf die Försterei Stendenitz zu.

Bevor die Straße Stendenitz erreicht, führt eine Sandpiste nach Norden, entlang des Rottstielfiesses und an dessen Ende nach Osten über eine kleine Brücke an der Försterei Rottstiel vorbei, den Berg hinauf zur Försterei Tornow.

 

Historie

  • Im Mittelalter gab es bereits ein Dorf mit dem Namen Tornow, welches aus wirtschaftlichen Gründen im 15. Jahrhundert aufgegeben wurde.
  • 1524-1644 war das Forstrevier Tornow im Besitz der Familie v. Gadow zu Protzen. 1617 wurde ein Viertel der Feldmark Tornow mit einer Dorfstätte und 1644 das andere Viertel der Feldmark an den Rat zu Neuruppin veräußert. 1766 betrug die Fläche des Forstreviers Tornow 929 Morgen zuzüglich der Hälfte des Teufels-Sees der eine Fläche von 16 Morgen zählte.
  • 1817 taucht der erste Beleg über den Bau eines Holzschlägerhauses in der Neuruppiner Kammerförsterei auf. 1840 gehörte dazu lediglich ein Wohnhaus. 1860 wurde dieses durch ein Heidewärterhaus (das spätere Forsthaus) mit einem Wohnhaus und zwei Wirtschaftsgebäuden ersetzt – einem Stall- und Gesindehauses und einer Stallscheune.
  • Um die Jahrhundertwende entstand auf der westlichen Wegseite gegenüber dem Forsthaus eine Gaststätte, errichtet als Holzkonstruktion, die jedoch mehrere Umbauphasen, von einer offenen Schenke zu einem Restaurantgebäude erfahren hat.
  • Die Försterei Tornow war mit seiner Nutzung, sowohl als Förster-Wohnhaus als auch als Gaststube und Pension eine Sonderform, verglichen mit anderen Förstereigehöften des 19. Jahrhunderts in der Rup- piner Schweiz.
  • Im Jahr 1931 eröffnet Bertha Jandt, die Frau des Unterförsters Jandt, eine Restauration im Forsthaus. Bertha Jandt betrieb die Restauration bis ins Jahr 1938.
  • Zu DDR-Zeiten und bis kurz nach der Wende war die Gaststätte zu Tornow ein sehr beliebtes Ausflugszeit, sodass der Ort unter anderem von dem Fahrgastschiff aus Neuruppin angelaufen wurde.
  • Erwerb des Objektes durch den Unternehmer David Wortmann 2012, der zunächst das Forsthaus umfangreich saniert und in zwei moderne Ferien- und Wochenendwohnungen umgewandelt hat. Aktuell werden das ehemalige Gesindehaus und die Scheune in weitere Ferien- und Wochenendwohnungen umgestaltet.